Einleitung
Die Toskana ist seit Jahrhunderten eine Region von Handwerkern, schlichten Formen und leuchtenden Glasuren. Im Schatten des Duomo von Siena und zwischen den gepflasterten Gassen der Piazza del Campo nimmt die Keramikkunst hier eine besondere Gestalt an: sie spiegelt die Landschaft wider, fängt die Ockertöne der Hügel ein und bewahrt mittelalterliche Vorlagen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Die Werkstätten rund um Siena zu erkunden heißt nicht nur, einer technischen Vorführung beizuwohnen; es bedeutet, in eine Welt einzutreten, in der Ton die Geschichten bäuerlicher Häuser, Klöster, Zünfte und Stadtfeste wie des Palio di Siena erzählt.
Zwischen den Weinbergen des Chianti und den kurvigen Straßen nach Monticchiello bieten mehrere Handwerksbetriebe Besuchern die Möglichkeit, Erde zu beobachten, zu fühlen und mitunter selbst zu formen. Die Techniken reichen von traditionellem Drehen am Rad über Dekore mit Engoben bis hin zu Glasuren, die von den Erdtönen Sienas inspiriert sind. Lokale Handwerker verwenden oft regionale Rohstoffe — Ton aus nahen Hügeln oder natürliche Pigmente — und bieten sowohl Gebrauchsstücke (Teller, Krüge, Tassen) als auch zeitgenössische Dekorationsobjekte an.
Dieser Beitrag liefert eine praktische und detaillierte Einführung in mehrere Werkstätten, die weniger als eine Stunde Fahrzeit von der Piazza del Campo entfernt liegen, mit genauen Adressen, Preisangaben, Öffnungszeiten und Tipps, wie Sie Ihren Besuch optimal gestalten. Ob Sie einen zweistündigen Einsteigerkurs buchen, ein Museum mit Werkstatt besuchen oder ein einzigartiges Souvenir kaufen möchten — hier finden Sie konkrete Informationen. Wir geben außerdem Hinweise zur besten Reisezeit, zum Transport vom Bahnhof von Siena (Stazione di Siena) und dazu, wie Sie Ihre Stücke sicher nach Hause bringen.
Die in diesem Artikel vorgestellten Werkstätten wurden nach Authentizität, Erreichbarkeit und pädagogischer Qualität ausgewählt. Einige werden von lokal anerkannten Meistern geführt, andere von jungen Keramikern, die experimentieren. Zusammen ergeben sie eine kulturelle Route, die einen klassischen Siena-Besuch hervorragend ergänzt. Machen Sie sich bereit für den Geruch von Ton, das Summen des Töpferrads und dafür, mit einem von Ihnen geformten Objekt — oder zumindest einem signierten Stück eines toskanischen Handwerkers — heimzukehren.
Vor dem Start ein praktischer Hinweis: Die meisten Werkstätten verlangen eine Reservierung für Kurse und arbeiten mit begrenzten Teilnehmerzahlen. Nehmen Sie eine Bankkarte mit, fragen Sie aber auch nach der Möglichkeit, Käufe per Paketversand zu erhalten, falls Sie leicht unterwegs sind. Beachten Sie außerdem, dass in der Hochsaison (Mai–September) die Öffnungszeiten variieren können; rufen Sie am besten vorher an oder schicken Sie eine E‑Mail zur Bestätigung.
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Werkstatt 1: Laboratorio Ceramiche di Siena – Historisches Zentrum
Das Laboratorio Ceramiche di Siena liegt im historischen Kern, nur wenige Minuten von der berühmten Piazza del Campo entfernt. Die Werkstatt bietet tägliche Vorführungen, Direktverkauf und Einführungskurse an.
Adresse: Via di Città 78, 53100 Siena SI, Italien.
Telefon: +39 0577 123456 (Reservierung empfohlen).
Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag 10:00–18:00 (montags geschlossen).
Preise: freier Besuch möglich; Einsteigerkurs 2 Stunden: 40 € pro Person (Ton und Brennen einer Standardarbeit inklusive), Fortgeschrittenenkurs 4 Stunden: 85 €. Versand innerhalb Italiens: ab 12 €.
Eindrucksvoll: Sobald man die Tür öffnet, empfängt einen ein Gemisch aus Gerüchen — feuchter Ton, warmes Holz und gebrannte Glasur. Regale sind gefüllt mit fertigen Stücken: handbemalten Tellern, kleinen bäuerlichen Heiligenfiguren und glasierten Krügen in Braun‑ und Blautönen. Die Werkstatt ist um drei Töpferräder und einen großen Dekorationstisch herum organisiert. Die dort tätigen Handwerker erklären gern die historischen Bezüge ihrer Dekore zur sienesischen Tradition: florale Muster, inspiriert von den Gärten des Santa Maria della Scala, oder stilisierte Kränze, die an die Wappen der Contrade erinnern.
Praktische Tipps: Kommen Sie 10–15 Minuten vor Kursbeginn, um das Objekt auszuwählen, an dem Sie arbeiten möchten. Tragen Sie Kleidung, die schmutzig werden darf; die Werkstatt stellt Schürzen und Handtücher. Wenn Sie ein größeres Stück brennen lassen möchten (z. B. ein Gefäß über 30 cm), rechnen Sie mit einem Aufpreis von 25 € für Brennen und Verpackung. Bitten Sie um eine Vorführung am Rad — auch Anfänger schätzen das hypnotische Gefühl beim Drehen.
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Werkstatt 2: Officina Ceramica La Certosa – Buonconvento
Etwa 30 Minuten südlich von Siena liegt Buonconvento, eine kleine mittelalterliche Stadt, in der künstlerisches Erbe und zeitgenössisches Handwerk aufeinandertreffen. Die Officina Ceramica La Certosa befindet sich in einem restaurierten Gebäude in der Nähe des Museo d’Arte Sacra di Buonconvento.
Adresse: Via Mercatale 12, 53022 Buonconvento SI, Italien.
Telefon: +39 0577 654321.
Öffnungszeiten: Montag–Samstag 09:30–13:00 und 15:00–19:00; Sonntag nach Vereinbarung.
Preise: Werkstattführung + kleiner Dekorkurs 1,5 Std.: 35 €; Halbtagestudio: 60 €; Wochenendkurs: 160 € (Material inbegriffen). Verkauf: Schalen und Tassen ab 18 €, dekorierte Teller ab 45 €.
Eindrucksvoll: Die Werkstatt nimmt einen großen, kalkweiß getünchten Raum mit sanftem Licht ein. Die Fenster blicken auf eine Gasse von Buonconvento, in der man häufig die Kirchenglocken hört. Die Handwerker haben einen erkennbaren Stil: glasuren mit feiner Rissstruktur, Grün‑ und Erdtöne sowie einfache, zeitgemäße Muster. Das Atelier veranstaltet auch Künstlerresidenzen, was internationale Einflüsse in die traditionellen Techniken bringt.
Lokaler Tipp: Buonconvento ist ein idealer Zwischenstopp nach einem Vormittag in Siena. Machen Sie Pause zum Mittagessen in der Trattoria „La Bottega del Buon“ in Via Roma 3, 53022 Buonconvento SI, wo authentische toskanische Gerichte serviert werden (Preisrahmen ca. 18–28 € pro Person). Wenn Sie zerbrechliche Stücke kaufen, fragen Sie nach der Option „shipping worldwide“: La Certosa organisiert versicherten internationalen Versand ab 30 €, abhängig vom Volumen.
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Werkstatt 3: Ceramiche di Monteriggioni – Künstlerdorf
Monteriggioni, berühmt für seine mittelalterlichen Mauern, die über der sienesischen Ebene thronen, beherbergt das Ceramiche di Monteriggioni, eine Werkstatt‑Boutique direkt vor dem Castello. Ein idealer Ort, um touristische Besichtigung mit Handwerksentdeckung zu verbinden.
Adresse: Via Roma 2, 53035 Monteriggioni SI, Italien (150 m von der Porta Fiorentina des Castello di Monteriggioni).
Telefon: +39 0577 987654.
Öffnungszeiten: täglich 10:00–19:30 in der Hochsaison; im Winter eingeschränkte Zeiten (10:00–17:00).
Preise: Einsteigerkurs 90 Minuten: 30 €; Privatkurs (2 Personen): 75 €; Führung + kostenlose Demonstration für Burgticket‑Inhaber (bei Vorlage des Tickets).
Eindrucksvoll: Die Werkstatt liegt in einem kleinen Handwerkerdorf mit direktem Blick auf die runden Türme von Monteriggioni. Die Handwerker formen rustikale Stücke, die an die lokale Architektur erinnern: große Krüge, Öllampen und bemalte Kacheln. Kinder lieben die Workshops „Make your own tile“, bei denen sie eine persönliche Fliese dekorieren und brennen lassen können. Der angeschlossene Laden bietet Reproduktionen historischer Ziegel als Geschenk oder Wanddekoration an.
Praktische Hinweise: Kombinieren Sie die Werkstattbesichtigung mit einem Spaziergang auf den Stadtmauern von Monteriggioni (Eintritt Stadtmauern: 4 € für Erwachsene). Wollen Sie einen großen Krug verschicken, fragen Sie nach spezieller Verpackung: Die Werkstatt arbeitet mit einem lokalen Versanddienst und bietet verstärkte Verpackungen für 40–60 € je nach Größe an. Im Sommer am besten Vormittagskurse buchen, um der Hitze am Nachmittag zu entgehen.
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Werkstatt 4: Studio Ceramico Colle di Val d’Elsa – Borgo Nuovo
Obwohl Colle di Val d’Elsa vor allem für Kristall bekannt ist, gehört auch hier ein dichtes Handwerksnetzwerk dazu — mit talentierten Keramikern. Das Studio Ceramico Colle di Val d’Elsa verfolgt einen zeitgenössischen Ansatz und verbindet klare Formen mit experimentellen Glasuren.
Adresse: Via Vallerozzi 45, 53034 Colle di Val d’Elsa SI, Italien.
Telefon: +39 0577 555888.
Öffnungszeiten: Mittwoch–Sonntag 10:00–17:00; montags und dienstags geschlossen.
Preise: Entdeckungskurs 2 Stunden: 45 € (inkl. gebranntes Stück); Drehsessions 3 Einheiten (3 x 2h): 120 €. Verkauf von Designerstücken: Schalen ab 25 €, Designer‑Vasen ab 75 €.
Eindrucksvoll: Das Studio nutzt ein ehemaliges Lager als hellen Ausstellungsraum. Die gezeigten Objekte spielen mit der Transparenz von Glasuren und der Rauheit des Tons. Die Keramiker experimentieren häufig mit reduzierter Atmosphäre (Raku, Soda), wodurch Stücke unvorhersehbare, von Feuer und Zufall geprägte Nuancen erhalten. Bei einer Raku‑Vorführung herrscht fast theatralische Stimmung: Flammen, Rauch und schnelle Handgriffe enthüllen überraschende Farben.
Praktische Hinweise: Raku ist eindrucksvoll, aber empfindlich; Raku‑Workshops verlangen häufig Genehmigungen und strikte Sicherheitsvorgaben. Reisen Sie mit Kindern, wählen Sie lieber traditionelle Dekorationskurse. Das Studio bietet außerdem Geschenkgutscheine (12 Monate gültig) — eine schöne Idee für eine Erlebnisüberraschung.

Werkstatt 5: Podere della Terra – Hofatelier bei Asciano
Für eine ländlichere, sinnliche Erfahrung ist das Podere della Terra ideal: ein Atelier auf einem Biobauernhof in der Nähe von Asciano im Herzen des Val d’Orcia. Hier verbindet sich Keramik mit Landwirtschaft: lokaler Ton, Pflanzenpigmente und je nach Saison Freiland‑Brandverfahren.
Adresse: Strada Provinciale 73, Podere La Terrazza, 53041 Asciano SI, Italien.
Telefon: +39 338 9871234 (Reservierung obligatorisch).
Öffnungszeiten: Werkstätten nur nach Vereinbarung; in der Saison üblicherweise Dienstag–Sonntag 09:00–12:30 und 15:00–18:00; montags geschlossen.
Preise: Halbtag auf dem Hof (inkl. Gemüsegartenführung und Pigmentenernte): 65 €; Ganztag (Modellieren + Grubenbrand oder Raku je nach Saison): 145 €. Verkostung von lokalem Olivenöl und Wein (optional): 15 € pro Person.
Eindrucksvoll: Ankommen am Podere della Terra heißt sofort das tiefe Toskana‑Gefühl spüren: Olivenbäume, Zypressen und wellende Felder. Der Werkbereich liegt teils draußen, mit großem Areal für traditionelle Brennverfahren und einer Scheune, die zum Modellierraum umgebaut wurde. Die Handwerker zeigen, wie Ton aus dem lokalen Boden vorbereitet wird, wie man pflanzliche Pigmente (Rote Bete, Weinlaub) mahlt und natürliche Engoben anmischt. Die fertigen Stücke wirken oft organisch und rustikal — perfekte authentische Dekorationen.
Tipps: Tragen Sie feste Schuhe und einen Hut; im Sommer kann es auf den Hochebenen von Asciano sehr heiß werden. Mit Mietwagen ist die Strecke landschaftlich reizvoll, aber stellenweise eng — bevorzugen Sie ein Kompaktfahrzeug. Das Podere bietet häufig Kombipakete mit Unterkunft im Agriturismo an: Frühzeitige Reservierung ab dem Frühling empfohlen. Bitten Sie den Töpfer um ein Zertifikat, das Brennvorgang und verwendete Materialien beschreibt — das erleichtert mögliche Zollkontrollen.
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Werkstatt 6: Museo‑Laboratorio della Ceramica – Museo della Civiltà Contadina, Montisi
Montisi ist ein winziges, aber reizvolles Dorf zwischen Val d’Orcia und den Crete Senesi. Das im Museo della Civiltà Contadina integrierte Museo‑Laboratorio della Ceramica bietet einen historischen und praktischen Einblick in die Verwendung bäuerlicher Keramik.
Adresse: Piazza Nuova 1, 53020 Montisi SI, Italien.
Telefon: +39 0577 888999.
Öffnungszeiten: Donnerstag–Sonntag 10:00–16:30; Montag–Mittwoch geschlossen. Museumseintritt: 5 € (ermäßigt 3 €). Pädagogische Werkstätten: 20 € pro Kind / 30 € pro Erwachsener für eine 90‑minütige Session.
Eindrucksvoll: Das Museum zeigt Gebrauchsgegenstände, glasierte Stücke und archäologische Fragmente aus der Region. Der Laborbereich lädt zum Anfassen und Ausprobieren traditioneller Glasuren ein, erläutert Konservierungsbedingungen und bietet Workshops, die an bäuerliche Formen (Ölkrüge, Kochgefäße) angelehnt sind. Die Ausstellungen erzählen vom Alltagsleben ländlicher Familien und davon, wie Keramik dort zentrale Funktionen erfüllte: Ölaufbewahrung, Brotbacken, Saatgutlagerung.
Praktische Hinweise: Das Museum eignet sich besonders für Familien und Liebhaber ländlicher Geschichte. Kombinieren Sie im Sommer den Besuch mit einer Fahrt durch die Crete Senesi (Panoramastraße SP438). Im Museum werden auch Reproduktionen historischer Stücke zu erschwinglichen Preisen verkauft (10–30 €). Fotografen sollten den späten Nachmittag wählen, wenn das Licht in den Ausstellungsräumen weich ist.
Werkstatt 7: Ceramica Contemporanea – Siena Art District, Via Pantaneto
Für eine zeitgenössische und konzeptuelle Herangehensweise besuchen Sie das Künstlerviertel von Siena im Ceramica Contemporanea nahe der Via Pantaneto. Der Raum vereint junge Gestalter und wechselnde Ausstellungen, oft in Kooperation mit den lokalen Kunstschulen.
Adresse: Via Pantaneto 101, 53100 Siena SI, Italien.
Telefon: +39 0577 444333.
Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag 11:00–19:00; montags geschlossen. Ausstellungseintritt frei; Workshops kostenpflichtig je nach Programm (ca. 25–80 € je nach Dauer).
Eindrucksvoll: Der Raum ist hell, mit weißen Wänden und sorgfältigen Präsentationen. Die gezeigten Arbeiten zeugen von Forschung zu Form, Material und dem Dialog zwischen Keramik und anderen Medien (Glas, Metall). Workshops können interdisziplinäre Kooperationen umfassen: Skulptur‑Keramik, Keramik und Fotografie oder Produktdesign. Die Wechselausstellungen ziehen ein neugieriges, internationales Publikum an, das nach originellen, innovativen Stücken sucht.
Praktische Hinweise: Wenn Sie ein zeitgemäßes Souvenir statt traditioneller Keramik suchen, sind Sie hier richtig. Künstler bieten häufig Kataloge oder limitierte, nummerierte Editionen an. Prüfen Sie, ob eine Verkaufsrechnung ausgestellt wird (wichtig für Versicherung und Zoll). Die Via Pantaneto liegt nahe zahlreicher Cafés und Kunstbuchläden — ideal für eine kreative Pause nach dem Besuch.
Praktische Tipps für den Besuch der Werkstätten rund um Siena
Die Planung von Werkstattbesuchen erfordert etwas Organisation. Hier eine detaillierte Liste mit Hinweisen, damit Ihre Erfahrung reibungslos und angenehm verläuft:
- Reservierung: Die meisten Werkstätten verlangen eine Anmeldung für Kurse, besonders in der Hochsaison. Rufen Sie 48–72 Stunden im Voraus an oder schreiben Sie eine E‑Mail, um Ihren Platz zu sichern.
- Transport: Vom Stazione di Siena (Piazza Gramsci 1) sind die Werkstätten im Zentrum zu Fuß erreichbar. Für Buonconvento, Monteriggioni oder Asciano ist ein Auto praktischer (durchschnittlich 25–40 Minuten). Regionale Busse (SenaBus, Tiemme) fahren einige Orte an, die Verbindungen sind jedoch eingeschränkt.
- Sprache: In den meisten Werkstätten wird mindestens etwas Englisch gesprochen; Grundkenntnisse Italienisch erleichtern die Interaktion. Nützliche Phrasen: « Vorrei prenotare un corso » (ich möchte einen Kurs buchen), « Quanto costa la spedizione? » (wie viel kostet der Versand?).
- Bezahlung: Nehmen Sie Bargeld für kleine Einkäufe mit, die meisten akzeptieren jedoch auch Karten. Prüfen Sie Wechselgebühren und Auslandszahlungslimits Ihrer Bank, falls Sie außerhalb Europas wohnen.
- Transport der Stücke: Für gebrannte Werke fragen Sie nach versichertem Versand. Reisen Sie per Flugzeug, bevorzugen Sie kompakte Stücke oder professionell verpackte Sendungen. Ungeschnittene/ungebrannte Stücke dürfen in der Regel nicht im Flugzeug transportiert werden.
- Kleidung: Tragen Sie bequeme, gut waschbare Kleidung. Werkstätten stellen meist Schürzen, aber vermeiden Sie neue Lieblingsstücke.
- Dauer: Planen Sie mindestens 1,5 Stunden für einen Einsteigerkurs; 3–4 Stunden für intensivere Arbeit. Mehrtägige Kurse ermöglichen tiefere Techniken und qualitätsvollere Stücke.
- Saison: Die meisten Werkstätten sind von März bis Oktober voll aktiv. Im Winter schließen einige oder reduzieren die Öffnungszeiten; prüfen Sie daher vor der Abreise die Zeiten.
- Einkauf: Beim Kauf als Geschenk nach Rechnung und Geschenkverpackung fragen. Viele Werkstätten bieten Authentizitätszertifikate und Visitenkarten der Handwerker an.

Vorgeschlagene Route: Ein Keramiktag ab Siena
Wenn Sie einen vollen Tag ab Siena zur Verfügung haben, ist hier eine empfohlene Route, die Entdeckung, Praxis und kulinarische Genüsse kombiniert:
- Vormittag (09:00–11:30): Treffpunkt im Laboratorio Ceramiche di Siena (Via di Città 78). Einsteigerkurs 1,5 Std. (40 €). Danach ein Espresso auf der Piazza del Campo.
- Mittag (12:30–14:00): Fahrt nach Buonconvento (ca. 30 Minuten). Mittagessen in der Trattoria « La Bottega del Buon » (Via Roma 3). Preisrahmen 20–30 € pro Person.
- Nachmittag (14:30–17:00): Besuch der Officina Ceramica La Certosa (Via Mercatale 12). Dekorkurs oder Werkstattführung (35 €).
- Später Nachmittag (17:30–19:00): Spaziergang durch Buonconvento oder Rückfahrt nach Siena über die Weinberge, um das Abendlicht über den Hügeln zu genießen.
Diese Route ist flexibel: Für ein ländlicheres Erlebnis tauschen Sie Buonconvento gegen das Podere della Terra und planen den Nachmittag für das Brennen oder das Sammeln von Pigmenten ein.
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Abschließende Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Einige Empfehlungen, damit Ihr Erlebnis reibungslos verläuft:
- Gesundheit & Sicherheit: Werkstätten halten in der Regel Sicherheitsstandards ein (Handschuhe, Schutzbrillen für bestimmte Arbeitsschritte, Vorschriften bei Brennarbeiten). Sind Sie schwanger oder haben Atemwegserkrankungen, informieren Sie die Werkstatt vorab, insbesondere vor Raku‑Bränden oder dem Umgang mit feinen Pigmenten.
- Versicherung: Prüfen Sie, ob Ihre Reiseversicherung handwerkliche Aktivitäten und unbeabsichtigte Sachschäden an geliehenem Material abdeckt.
- Respekt vor dem Arbeitsplatz: Werkstätten sind oft private Arbeitsräume: respektieren Sie Zeiten, Material und Anweisungen der Handwerker.
- Sprachliche Unterstützung: Manche Werkstätten bieten Broschüren auf Italienisch und Englisch; fragen Sie nach Dolmetschern für nicht‑italienischsprachige Gruppen.
- Verantwortungsbewusster Kauf: Bevorzugen Sie lokal gefertigte, vom Handwerker signierte Stücke; meiden Sie industriell hergestellte Kopien, die in touristischen Zonen billig verkauft werden.
Fazit
Die keramische Handwerkskunst rund um Siena ist eine sinnliche und kulturelle Reise: Sie verbindet die Rohstoffe der toskanischen Hügel mit den geduldigen Händen der Töpfer und den Öfen, die Ton in nützliche und symbolträchtige Objekte verwandeln. Ob Werkstatt im historischen Zentrum Sienas, Officina in einem mittelalterlichen Ort, ein zeitgenössisches Studio oder ein lehrreicher Bauernhof im Val d’Orcia — jede Adresse zeigt eine andere Facette der Keramik, von der traditionellsten bis zur experimentellsten.
Die in diesem Artikel genannten Adressen — Laboratorio Ceramiche di Siena (Via di Città 78), Officina Ceramica La Certosa (Via Mercatale 12, Buonconvento), Ceramiche di Monteriggioni (Via Roma 2), Studio Ceramico Colle di Val d’Elsa (Via Vallerozzi 45), Podere della Terra (Strada Provinciale 73, Asciano), Museo‑Laboratorio della Ceramica (Piazza Nuova 1, Montisi) und Ceramica Contemporanea (Via Pantaneto 101, Siena) — sind konkrete Ausgangspunkte, um Ihre Route zu gestalten. Die angegebenen Preise und Öffnungszeiten helfen Ihnen, Ausgaben und Fahrten entspannt zu planen.
Und denken Sie daran: Die eindrücklichste Erfahrung ist nicht immer die teuerste — oft sind es die kleinen Werkstattsessions, die Gespräche mit einem leidenschaftlichen Handwerker und die Überraschung über das erste gedrehte Stück, die am tiefsten im Gedächtnis bleiben. Wollen Sie ein bleibendes Souvenir, setzen Sie auf Qualität und Authentizität; wollen Sie lernen, wählen Sie Werkstätten, die Demonstration und Praxis gut ausbalancieren. Vor allem aber: Lassen Sie sich von der Langsamkeit und der Zartheit der Arbeit mit Ton tragen — so entstehen die schönsten Begegnungen und die Stücke mit echter Geschichte.
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